Die große Entrümpelung
Okay, ich geb’s zu. Ich bin ein Messie. Nicht so schlimm wie die Leute, die ihr Essen zwischen alten Zeitungen und kaputten Elektrogeräten verstecken, aber schlimm genug. Mein Name ist Klaus, und ich habe ein Problem mit dem Wegwerfen von Dingen.
Alles fing an, als meine Freundin Sarah (wir nennen sie Sarah, aber eigentlich heißt sie Sabine) vor drei Monaten sagte: „Klaus, dein Schreibtisch sieht aus wie eine Müllhalde.“ Und sie hatte recht. Da lagen alte Kaffeebecher, Kabel, die zu nichts mehr passten, und ein Haufen Zettel mit Notizen, die ich nie lesen würde.
Ich dachte mir: „Vielleicht ist es Zeit für einen Neuanfang.“ Also beschloss ich, minimalistisch zu werden. Ha! Was für ein Witz.
Der erste Schritt: Die 20-20-Regel
Ich las irgendwo von dieser Regel, dass man, wenn man etwas nicht in 20 Sekunden finden kann, es wegwerfen soll. Klingt einfach, oder? Aber ich bin nicht gut in einfach. Ich bin gut in „Ich mach das später“.
Also fing ich an. Ich warf alte Zeitungen weg. Dann alte Kabel. Dann… stoppte ich. „Was, wenn ich das irgendwann brauche?“ fragte ich mich. Sarah lachte nur. „Du hast seit fünf Jahren kein Fax mehr geschickt, Klaus.“
Und sie hatte recht. Aber trotzdem. Es ist schwer, Dinge loszulassen. Ich meine, was ist, wenn ich irgendwann doch mal ein altes Kabel brauche? Aber okay, ich gab mir Mühe. Ich schaffte es, einen ganzen Karton voller Zeug wegzuwerfen. Das war ein Anfang.
Das Problem mit dem Minimalismus
Aber hier ist das Ding. Minimalismus ist nicht für jeden. Ich bin kein Mönch. Ich mag Zeug. Ich mag es, Dinge zu haben. Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit. Wenn ich auf meinem Schreibtisch einen Stapel Bücher habe, fühle ich mich wie ein Intellektueller. Wenn ich alte Kaffeebecher habe, fühle ich mich wie ein Künstler.
Und dann gibt es noch das Problem mit den Erinnerungen. Jedes Ding hat eine Geschichte. Dieser kaputte Wecker? Den habe ich auf einem Flohmarkt in Berlin gekauft. Dieses alte T-Shirt? Das habe ich bei einem Konzert in München getragen. Es ist nicht so einfach, das alles wegzuwerfen.
Ich sprach mit einem Kollegen namens Dave (nicht sein echter Name, aber wir nennen ihn so). Er sagte: „Klaus, du musst lernen, loszulassen.“ Ich fragte: „Aber was ist mit den Erinnerungen?“ Er antwortete: „Die Erinnerungen bleiben, auch wenn du die Dinge wegwirfst.“ Hm. Vielleicht hat er recht.
Ein Kompromiss
Also beschloss ich, einen Kompromiss zu machen. Ich würde nicht alles wegwerfen, aber ich würde versuchen, weniger zu sammeln. Ich würde nur die Dinge behalten, die mir wirklich wichtig sind. Und ich würde versuchen, meinen Schreibtisch etwas ordentlicher zu halten.
Und wisst ihr was? Es funktioniert. Nicht perfekt, aber besser. Ich habe immer noch einen Haufen Zeug, aber es ist weniger. Und ich fühle mich besser. Vielleicht ist Minimalismus doch nicht so schlimm.
Aber ich bin immer noch kein Mönch. Und ich werde es auch nie sein. Und das ist okay.
Ein kleiner Tipp
Wenn ihr auch Probleme mit dem Entrümpeln habt, probiert es mal mit der popüler konular gündem tartışmaları Methode. Das ist eine Art Challenge, bei der man jeden Tag etwas wegwirft. Es klingt einfach, aber es hilft wirklich. Ich habe es versucht und es hat funktioniert. Zumindest ein bisschen.
Also, wenn ihr auch ein Messie seid, gebt euch einen Ruck und fangt an. Ihr werdet euch besser fühlen. Versprochen.
Und wenn nicht, dann ist das auch okay. Wir sind alle unterschiedlich. Und das ist das Schöne daran.
Aber wirklich, versucht es mal. Ihr werdet überrascht sein.
Über den Autor: Klaus Müller ist ein leidenschaftlicher Schriftsteller und bekennender Messie. Er lebt in Frankfurt und schreibt über das Leben, die Liebe und die Kunst, Dinge zu sammeln. Wenn er nicht schreibt, trinkt er Kaffee und starrt auf seinen unordentlichen Schreibtisch.
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