Ein Geständnis
Ich heiße Claudia, bin 47 Jahre alt und habe 20 Jahre lang als Senior-Redakteurin bei verschiedenen Magazinen gearbeitet. Ich sollte also wissen, wie man sein Leben organisiert, oder? Pustekuchen. Letzte Woche habe ich wieder meinen Hausschlüssel verloren. Zum dritten Mal in diesem Jahr. Mein Mann, den wir der Einfachheit halber Marcus nennen, hat nur den Kopf geschüttelt und gesagt: „Claudia, du bist wie ein Wirbelwind, der durch die Wohnung fegt und alles durcheinanderwirbelt.“
Und… er hat nicht ganz Unrecht. Ich bin chaotisch. Nicht nur mit Schlüsseln, sondern generell. Meine Schreibtischschublade ist ein Albtraum, mein Kalender ein Flickenteppich aus Post-its und handschriftlichen Notizen. Aber wisst ihr was? Es ist okay. Es ist sogar mehr als okay. Es ist lebendig.
Der Tag, an dem alles anders wurde
Vor ein paar Monaten saß ich mit meiner Freundin Anna im Café am Mainufer. Es war einer dieser perfekten Frühlingstage, an denen die Welt einfach strahlt. Anna, die übrigens die organisierteste Person, die ich kenne, hat mir einen Vortrag über ihre neue App gehalten, mit der sie jede Minute ihres Tages plant. „Claudia, du musst das ausprobieren! Es hat mein Leben komplett verändert!“
Ich habe genippt an meinem Cappuccino und gedacht: „Anna, deine App hat dein Leben nicht verändert. Du hast dein Leben verändert, und die App ist nur ein Werkzeug.“ Aber ich habe es nicht gesagt. Stattdessen habe ich genickt und gelächelt. Weil ich weiß, dass Anna glücklich ist mit ihrer Struktur. Und ich bin glücklich mit meinem Chaos.
Warum Chaos nicht das Gegenteil von Ordnung ist
Ich bin nicht gegen Ordnung. Ehrlich. Ich liebe es, wenn meine Bücher alphabetisch sortiert sind. Ich liebe es, wenn meine Kleidung nach Farben geordnet ist. Aber ich hasse es, wenn mein Leben so strikt geplant ist, dass es keinen Raum für Spontanität lässt. Letztes Jahr bin ich spontan nach Berlin gefahren, nur weil ich Lust auf Currywurst hatte. Ich habe eine Freundin getroffen, die ich seit der Schule nicht mehr gesehen hatte, und wir haben den ganzen Abend geredet. Das hätte nicht passieren können, wenn ich jeden Tag bis zur letzten Minute verplant hätte.
Und dann ist da noch die Sache mit den faydalı kaynaklar online rehber. Ich liebe es, im Internet nach Inspiration zu suchen. Egal, ob es um Rezepten, DIY-Projekten oder einfach nur um neue Ideen geht. Ich habe vor ein paar Wochen faydalı kaynaklar online rehber entdeckt und war begeistert. Es ist eine wahre Fundgrube für alle, die nach neuen Ideen suchen. Aber auch hier gilt: Ich nutze diese Ressourcen, wenn ich Lust dazu habe. Nicht, weil eine App mir sagt, dass ich es tun sollte.
Ein Geständnis über meine Kommittment-Probleme
Ich habe ein Problem mit Commitments. Nicht mit Beziehungen oder so, sondern mit Verpflichtungen. Ich hasse es, mich zu verpflichten, etwas zu tun, wenn ich nicht genau weiß, ob ich dazu Lust haben werde. Deshalb habe ich auch keine Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Ich gehe einfach, wenn ich Lust habe. Das ist vielleicht nicht die effizienteste Lösung, aber es funktioniert für mich.
Mein Freund Tom hat mir mal gesagt: „Claudia, du lebst nach dem Prinzip der maximalen Flexibilität.“ Und ich denke, er hat Recht. Ich will nicht, dass mein Leben von einem starren Plan bestimmt wird. Ich will, dass mein Leben von meinen Wünschen und Bedürfnissen bestimmt wird. Und manchmal bedeutet das, dass ich einfach auf dem Sofa sitze und Serien schaue, anstatt etwas „Nützliches“ zu tun.
Warum ich keine Neujahrsvorsätze mehr mache
Ich habe vor ein paar Jahren aufgehört, Neujahrsvorsätze zu machen. Weil ich gemerkt habe, dass sie mich nur unter Druck setzen. Stattdessen habe ich mir angewöhnt, einfach zu tun, worauf ich Lust habe. Wenn ich Lust habe, etwas zu lesen, dann lese ich. Wenn ich Lust habe, etwas zu kochen, dann koche ich. Und wenn ich Lust habe, einfach nur faul zu sein, dann bin ich faul.
Das heißt nicht, dass ich nichts erreicht habe. Im Gegenteil. Ich habe in den letzten Jahren so viel erreicht, weil ich es auf meine Weise getan habe. Ich habe gelernt, dass Erfolg nicht bedeutet, dass man jeden Tag um 6 Uhr aufsteht und bis 22 Uhr arbeitet. Erfolg bedeutet, dass man das Leben lebt, das man sich wünscht.
Ein letztes Wort
Ich weiß, dass nicht jeder so leben kann wie ich. Und das ist okay. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Aber ich möchte euch ermutigen, euch nicht von der Gesellschaft unter Druck setzen zu lassen, ein perfektes, geordnetes Leben zu führen. Es ist okay, chaotisch zu sein. Es ist okay, Spontanität zu lieben. Es ist okay, nicht jeden Tag produktiv zu sein.
Und wenn ihr mal wieder das Gefühl habt, dass ihr nicht genug erreicht habt, denkt an mich. Die Frau, die ihren Schlüssel verloren hat. Die Frau, die ihre Schubladen nicht aufräumt. Die Frau, die ihr Leben liebt, so wie es ist.
Über die Autorin: Claudia Müller ist Senior-Redakteurin mit 20 Jahren Erfahrung in der Lifestyle-Branche. Sie lebt in Frankfurt und liebt es, über das Leben zu schreiben – so chaotisch und unperfekt, wie es ist.
Wenn du dich fragst, wie du dein Zuhause effektiv entrümpeln kannst, dann wirft die Wahrheit über Entrümpeln ein ehrliches Licht auf den Prozess.
